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Moviesite.de-Kritik aus dem Jahr 1999

Die Mumie

USA 1999 (The Mummy)

Regie: Stephen Sommers Darsteller: Brendan Fraser

Inhalt

Das Jahr 1290 v. Chr.: Imhotep, der Hohepriester des Pharao, hat sich in dessen Frau verliebt, was einer Gotteslästerung gleich kommt. Als der Herrscher von Ägypten die verbotene Beziehung entdeckt, töten Imhotep und Anck-Su-Namum den Pharao. Während der hohe Priester vor den treuen Leinwachen des Herrschers flieht, begeht die Pharaonin Selbstmord. Doch beim Besuch, Anck-Su-Namum ins Leben zurück zu holen, wird Imhotep gefangen genommen und mit der schlimmsten aller Strafen belegt: Der Hoheriester wird lebendig mumifiziert und in einen Sarkophag eingeschlossen, in dem er als 'Untoter' für alle Ewigkeit bleiben muss, außer er wird befreit. Und genau dies machen der Ex-Fremdenlegionär Rick O'Connell (Brendan Fraser) und die Bibliothekarin Evelyn (Rachel Weiz) mehr als 3000 Jahre später, als sie auf der Suche nach einem wertvollen, antiken Buch sind. Sogleich erwacht Imothep wieder zum Leben und bringt Tod und Verderben über die Menschen. Sogar Plagen (Heuschrecken...) setzt er gegen die Archäologen ein...

Kritik

Wenn die Filmrolle des Originalfilms 1932 auch in einen Sarkophag vergraben worden wäre, hätte man vielleicht auch erst in 3000 Jahren, und nicht schon nach gut 60 Jahren an ein Remake gedacht. Entgangen wäre dem Kinobesucher dadurch nichts. Zugegeben, die Special Effekts sind sehr gut, was auch nicht verwunderlich ist, stammen sie doch aus der FX-Schmide Industrial Light & Magic. Wieder wurde diesbezüglich ein Schritt nach vorne getan. Die Darstellung der Mumie setzt neue Maßstäbe, da es sich bei dieser Figur (anfangs) um ein beinahe durchsichtiges Wesen handelt. So etwas hat man im Kino bis jetzt noch nicht gesehen. So viel zum Positiven. Leider überwiegt das Negative und mit dem Wort 'platt' ist der Rest des Filmes gut umschrieben: Platte Handlung, platte Dialoge, platte Witze und platte Schauspieler. Während des gesamten Films wird man das dumpfe Gefühl nicht los, sich in einer schlecht gemachten Kopie von 'Indiana Jones' zu befinden. Die Handlung ist zwar auch bei Indiana Jones nicht gerade "Superoriginell", dafür stimmt der Rest. Bei 'Die Mumie' ist das leider nicht der Fall. Von der Story ganz zu schweigen, stolpert der Film von einen dämlichen Witz in den nächsten. Spannung? Fehlanzeige bei so schlechter Aneinanderreihung der einzelnen Szenen. Auch die Schauspieler können allesamt nicht überzeugen. Zum einen mag das an den dürftigen Dialogen liegen, zum anderen wirkt Brendan Fraser, quasi der 'Indiana Jones in diesem Film', im Vergleich zu Harrison Ford wie eine Witzfigur. Alles in allem ist 'Die Mumie' also eine Art 'Popkornkino', bei dem man aber trotz genialer Special-Effects nicht sonderlich gut unterhalten wird.
Kurz gesagt: Eines der Remakes, die besser nicht gemacht worden wären. Eine Art 'Indiana Jones für Arme'.

JörnEine Kritik von Jörn
Oscar-Nominierungen:
Blu Ray
12
Die Mumie
			(1999) on IMDb