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Moviesite.de-Kritik aus dem Jahr 1997

Der Morgen stirbt nie

Großbritannien 1997 (Tomorrow Never Dies)

Regie: Roger Spottiswoode Darsteller: Pierce Brosnan, Judi Dench

Inhalt

Der Medienmogul Elliot Carver (Jonathan Pryce), Chef des größten Medienkonzerns der Welt, möchte seine Macht noch weiter ausbauen. Um die besten Schlagzeilen zu erhalten, produziert er sie deshalb einfach selbst: England und China sollen durch seine "tatkräftige" Mithilfe eine Krieg anfangen! Durch Manipulation der Satellitennavigationsanlage manövriert Carver eine britische Fregatte in chinesische Hoheitsgewässer, um es dort zu versenken. Durch seine gigantische Medienmaschinerie wird China die Verantwortung für diesen "Vorfall" in die Schuhe geschoben. England entsendet daraufhin mehrere Kriegsschiffe in das Krisengebiet: Ein dritter Weltkrieg droht! Welch bombastische Neuigkeiten! Dies versucht natürlich der Agent des englischen Secret Services, James Bond (Pierce Brosnan) zu verhindern. Unterstützung im Kampf gegen Elliot Carver erhält er durch die chinesische Geheimagentin Wai Lin (Michelle Yeoh)...

Kritik

Sorry Mister Bond! Was zu viel ist ist zu viel! Man kann Ihnen so manche Übertreibung verzeihen, aber irgendwann hört es dann doch mal auf. Dies ist die Hauptkritik am neuesten James-Bond-Streifen. Man ist ja von James Bond einiges gewohnt, aber eine solche Ansammlung an haarsträubenden Szenen dann doch nicht. Es ist manchmal wirklich nicht mehr lustig wie der Agent zu einer Art "Superman" mutiert. Von der etwas lauen Story mal abgesehen ist dies aber auch der einzige Kritikpunkt. Ansonsten ist der Film ein typischer James Bond: Spannend, mit sehr gute Actionszenen, Witz und Charme, bösen Handlangern (Götz Otto in diesem Streifen): eben einfach gute Unterhaltung! Der Film reiht sich nahtlos trotz des oben erwähnten Patzers in die Kette der besten "James Bond-Filme" ein. Pierce Brosnan bestätigt wieder, dass er die Rolle des smarten Geheimagenten exzellent verkörpern kann und auch seine Partnerin Michelle Yeoh weiß zu gefallen. Man merkt den Film auch die teuren Produktionskosten an (allein die ersten 3 Minuten des Films kosteten 10 Mio. $): Technisch vielleicht der beste Bond. Trotz des vielen Lobe wird allerdings ein Stern wegen der oft arg krampfigen Szenen abgezogen.
Kurz gesagt: Einer der besseren James-Bond-Filme, jedoch mit hohem "Unrealismusgrad". Echte James-Bond-Fans verdrängen dies und können ohne weiteres alle fünf Sterne vergeben.
Ach noch was: Herzlichen Glückwunsch an BMW für das HERVORRAGENDE Product Placement!

JörnEine Kritik von Jörn
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